Wie sieht Frieden aus?
Der missio-Jugendwettbewerb 2009/10 ist zu Ende: In selbstgeschossenen Fotos haben mehrere hundert Jugendliche aus ganz Deutschland das Thema Frieden künstlerisch ins Bild gesetzt. Die Bilder gewähren erstaunliche Einblicke in die Lebenswelt der Jugendlichen.
Wie lassen sich Momente des Friedens in einem Foto festhalten? Sehr unterschiedlich - so viel steht nach der Auswertung des missio-Jugendwettbewerbs „Wie sieht Frieden aus?“ fest.
Den Hauptpreis gewonnen hat eine Fotoserie aus dem badischen Emmendingen, die ganz aus dem Rahmen fällt. Die Schülerinnen und Schüler aus dem technischen Zweig der GHSE, Gewerbliche und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerische Schulen Emmendingen, schufen Bilder, die auf den ersten Blick irritieren, weil sie vor allem Gewaltsymbole darstellen – unter anderem einen vermummten Amokläufer, wohl in Erinnerung an den Amoklauf von Winnenden, der gerade in Baden-Württemberg tiefe Spuren im Leben vieler Jugendlicher hinterlassen hat.
Auf den zweiten Blick aber wird immer wieder die Hoffnung deutlich, dass die Gewalt nicht das letzte Wort hat: Glasscherben werden zum Schmetterling, auf dem Kaktus erblüht eine Rose – und auf dem in Schwarzweiß gehaltenen Bild des Amokläufers brennt unvermittelt eine rote Kerze in der Hand des Täters.
Die Siegerklasse darf sich über einen Fotoworkshop mit missio-Fotograf Fritz Stark freuen. Kreative Wandtattoos, die silbensalon gespendet hat, erhalten fünf weitere Gewinnerinnen und Gewinner: Laura Mejuto aus Oberhausen, Heike Schnotale aus Finsterbergen, Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen (kath. Religion) des Albrecht-Dürer-Gymnasiums Hagen, Tobias Hula und die Gemeindejugend St. Franziskus in Crimmitschau sowie Carolina Sanchez, Janine Ewert und Hannah Klein aus der Klasse 5a/c am Helmholtz-Gymnasium Zweibrücken.
|
Weitere Infos: |